BND setzt Trojaner zur Bespitzelung ein
Einem Bericht der "Welt" zufolge, setzt der BND Trojaner zur Bespitzelung ein. Der BND, der den afghanischen Handelsminister Amin Farhang überwachte, platzierte einen Trojaner auf dem Computer des afghanischen Politikers:
Der BND hatte auf der Festplatte von Farhang einen Trojaner – ein Spähprogramm – installiert. Farhang konnte nach ddp-Informationen nach rechtlichen Gesichtspunkten „ohne weiteres“ geheim überwacht werden. Er ist offiziell nicht deutscher Staatsbürger, soll jedoch insgeheim einen deutschen Pass besitzen.Festzuhalten bleibt im Zusammenhang mit dieser Affäre, dass der BND derzeit nur unzureichend kontrolliert wird, keine Achtung vor der Pressefreiheit besitzt und durchaus über Mittel und Motivation verfügt, unter geeigneten Umständen heimliche Online-Durchsuchungen durchzuführen. Ich jedenfalls würde mich nicht darauf verlassen, dass der BND Trojaner nur auf den Festplatten von ausländischen Staatsbürgern platziert.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen